Soziokulturelles Zentrum "Die VILLA"
Lessingstraße 7 - 04109 Leipzig
Hauszentrale: 0341 - 35 52 04-0

Netzwerken - europaweit in der VILLA

 

Das Soziokulturelle Zentrum "Die VILLA" untersucht innerhalb des Projekts „New Forms of Euopean Citizenship in Migration Era“ gemeinsam mit 16 anderen NGOs und Bürgerzentren aus ganz Europa die Wahrnehmung von Migration der europäischen Zivilgesellschaft.

 

In diesem Zusammenhang fand am Mittwoch, den 24. Januar 2018 im Besuchercafé der VILLA eine offene Gesprächsrunde mit einem besonderen Gast aus Italien, Massimiliano Greco von der Associazione InformaGiovani, statt. Er hat Einblicke in die Situation Geflüchteter in Palermo, Sizielien (Italien) gegeben. Auch eine Präsentation der Online-Umfrage, die sich mit den Gefühlen und Meinungen von BürgerInnen und Bürgern zum Thema legale bzw. illegale Migration und dessen Verbindung zu organisiertem Verbrechen befasste, wurde gezeigt. Insgesamt steht auch der Austausch der 16 teilnehmenden Vereinen und Institutionen im Mittelpunkt des Projekts.

 

"Neben diesem intensiven Wissenstransfer konnten wir darüber hinaus vertrauensvolle Partnerschaften aufbauen und sehen in der InformaGiovani einen neuen, verlässlichen Partner für den Europäischen Freiwilligendienst", sagt Susann Mannel, Bereichsleitung Europa und Engagement der VILLA. „Die Ergebnisse und die Umfrage sind als ein Auftakt zu verstehen, der an uns als zivilgesellschaftlichen Akteur Fragen richtet wie: Was können wir für ein besseres Miteinander in der Bevölkerung tun? Welche Projekte können wir umsetzen, die die Menschenrechte untermauern?“, so Janne Dörge, Projektkoordinatorin der VILLA Lernpaten. „Ich bin dankbar, dass wir so spannende Einblicke in die Arbeit der Projekte in anderen Ländern gewinnen konnten, wie zum Beispiel das Moltivolti (Co-working Area und Restaurant) in Palermo, das von jungen MigrantenInnen selbstverwaltet wird.“

 

Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet ein Treffen in Amarante (Portugal), bei dem die zukünftige Zusammenarbeit der Vereine und Institutionen, die sich mit Migration befassen, forciert wird.

 

Das im Rahmen des Programms "Europa für Bürgerinnen und Bürger" der Europäischen Union finanzierte Projekt umfasst 17 Organisationen der Zivilgesellschaft aus 16 verschiedenen Ländern. Es wird von der italienischen Stiftung "Giovanni e Francesca Falcone" koordiniert und verwaltet von Angehörigen und Kollegen des Anti-Mafia-Richters Giovanni Falcone, der im Jahr 1992 getötet wurde.