Jugendbegegnungen & Workcamps

Jugendbegegnungen und Workcamps bringen Gruppen junger Menschen zwischen 13 und 30 Jahren aus mehreren Ländern für einige Tage oder Wochen zusammen. Im Vordergrund steht gegenseitiges Kennenlernen und interkultureller Austausch.

Seit 2018 bietet die VILLA mit dem Modellprojekt »Solidarity connects Europe« die Möglichkeit, Besucher:innen von Offenen Kinder- und Jugendtreffs aus Leipzig eine Teilnahme an einer Jugendbegegnung oder einen Workcamp zu ermöglichen. Im Fokus stehen Stadtgebiete mit besonderem Entwicklungsbedarf. Vor allem jugendliche Treffbesucher:innen aus einkommensschwachen Familien, Teilnehmer:innen aus betreuten Wohngruppen oder Schulabbrecher:innen gehören zur Zielgruppe. Durch die Beziehung zu den tätigen Sozialarbeiter:innen in den jeweiligen Treffs wird diese insbesondere erreicht.

Die Arbeit in der VILLA ist zusammengefasst in der Fachstelle für Europäische Jugendarbeit.

Möglichkeiten des Internationalen Austauschs

Jugendbegegnungen

Bei einer internationalen Jugendbegegnung treffen sich Gruppen junger Menschen aus mindestens zwei verschiedenen Ländern, um gemeinsam ein Projekt zu verwirklichen, dabei was zu lernen und miteinander Spaß zu haben.

  • Alter: jungen Menschen zwischen 13 und 30 Jahren
  • Ort: in Deutschland oder in Europa
  • Dauer: 7 Tage oder länger
  • Kosten: 50 bis 100 Euro inkl. An-/Abreise, Verpflegung, Unterkunft für den gesamten Zeitraum

Workcamps (auch: »Freiwilligenteams«)

Bei einem internationalen Workcamp (auch »Freiwilligenteam« genannt) treffen sich junge Menschen aus aller Welt, um ehrenamtlich an einem gemeinnützigen Projekt zu arbeiten. Das geschieht in Kooperation mit einer lokalen Vereinigung. Meist handelt es sich um ökologische, soziale oder kulturelle Projekte.

  • Alter: junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren
  • Ort: in Deutschland oder weltweit
  • Dauer: 14 Tage oder länger
  • Kosten: geringer Teilnehmerbeitrag je nach Projekt

Digitale Begegnungen

Für offene Treffs der Kinder- und Jugendhilfe bieten wir unterschiedliche Formate an digitalen Begegnungen:

  • Interaktive Online Treffen und Aktionstage
  • Hybride Austauschprojekte und »blended mobilities« als Mischformate von on-/offline Treffen

Unsere aktuellen Projektpartner

in Leipzig und Sachsen

Unsere Fachstelle Europäische Jugendarbeit möchte die internationale Jugendarbeit stärker in den Angeboten der kommunalen Jugendhilfe verankern. Daher arbeiten wir überwiegend mit offenen Kinder- und Jugendfreizeittreffs (OFTs) zusammen:

  • Kinder- und Jugendtreff Kojule in Leutzsch (Träger: Caritasverband Leipzig e.V.)
  • Kinder- und Jugendtreff Grünau e.V. (Träger: Stadt Leipzig)
  • L-OFT 64 (Träger: RAA Leipzig e.V.)
  • Jugendclub Markranstädt (Träger: CJD Sachsen e.V.)
  • Jugendclub Mölkau e.V.
  • OFT Crazy in Paunsdorf (Träger: Stadt Leipzig)
  • OFT Club Sellerhausen (Träger: IB Mitte gGmbH)
  • OFT Tante Hedwig in Neustadt (Träger: IB Mitte gGmbH)
  • OFT Frohburg (Träger: Kindervereinigung Leipzig e.V.)
  • Dorf der Jugend Grimma (Träger: FJZ e.V.)
  • Arbeitsgruppe Städtepartnerschaft Kohren-Sahlis / Montottone

im europäischen Ausland

Wir führen unsere Jugendbegegnungen und Workcamps mit Partnern aus folgenden Ländern durch:

  • Frankreich: MJC Montchat (Lyon); UFCV de la Loire (Saint-Étienne)
  • Griechenland: Hellas for Us (Kozani)
  • Italien: YouNet (Bologna); Comune di Montottone (Montottone)
  • Polen: Stowarzyszenie „Zyczliwa Don“ (Szarow b. Krakau); STRIM (Krakau)
  • Portugal: Aventura Marao Clube (Amarante)
  • Slowenien: Javni zavod Center mladih Koper (Koper)
  • Spanien: Ajuntament de Lleida (Lleida)
  • Tschechien: Luzanky (Brno)
  • Ukraine: Ukrainian-German Cultural Society of Chernivtsi (Gedankendach, Chernivtsi)

Mazedonien

Jugendliche auf der Suche nach Heimat


Die Herbstferien wurden für sieben Leipziger Jugendliche zu einer besonderen Entdeckungsreise. Zusammen mit dem Zentrum für Balkankooperation LOJA organisierten wir vom 5. bis 11. Oktober eine Jugendbegegnung in Tetovo (Mazedonien).

Unter dem Titel »MYOUR homecountry« ging es rund um das Thema Heimat. Fernab von Zuhause, mit einer fremden Kultur, Sprache und Lebensweise, gewann die Frage nach Heimat für die Leipziger an Bedeutung. Ist es mehr als ein Ort? Womit ist sie verbunden? Heimat ist eben auch ein Gefühl.

»Ich dachte immer, ich kenne die Bedeutung von Heimat. Dazu gekommen ist die Erkenntnis, dass Heimat auch im Kontakt mit neuen Freunden liegen kann,« meint Teilnehmerin Judith vom Reclam Gymnasium Leipzig. Gerade für die Jugendlichen aus Tetovo ist der Heimatbegriff ein schwieriges Feld. Sie leben mit zwei Sprachen, albanisch und mazedonisch, in zwei unterschiedlichen Kulturen.

In dem binationalen Jugendprojekt machten sich Jugendliche aus Leipzig und Mazedonien auf die Suche nach ihren persönlichen Vorstellungen und Wünschen zu Heimat und Identität. Dabei halfen Interviews mit Einheimischen und Touristen sowie der Austausch der Teilnehmenden untereinander. Die so gewonnenen Eindrücke stellten die Jugendlichen gemeinsam als Theaterinszenierung und in einer filmischen Reportage dar.

Kontakt

Fachstelle Europäische Jugendarbeit

 

Silvan Carius

Jessica Reinsch

Diese Maßnahmen werden mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Hier findest du uns!

Soziokulturelles Zentrum
"Die VILLA"

Lessingstr. 7, 04109 Leipzig
Makerspace Leipzig
Lindenthaler Straße 61-65
Müzik-Stüdyo.74
Torgauer Straße 74
KOMM-Haus
Selliner Straße 17