Soziokulturelles Zentrum "Die VILLA"
Lessingstraße 7 - 04109 Leipzig
Hauszentrale: 0341 - 35 52 04-0
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Unser Arbeitsansatz

Das konzeptionelle Dreieck der VILLA verbindet das Individuum mit der Gemeinschaft und mit der Kommunikation.

Mit dem uns zur Verfügung stehenden soziokulturellen Methodenmix arbeiten wir im Wechselfeld zwischen Teilhabe (im Sinne von Austausch mit anderen), Engagement (im Sinn von Einbringen in eine Gemeinschaft) und Bildung (im Sinn von persönliche Entwicklung).

Wir nutzen die Kulturarbeit als Methode zur Gestaltung von gesellschaftlichen oder individuellen Veränderungsprozessen.

Aktiv gelebte und aktiv erlebte Kultur bringt die Menschen zusammen. Wir sehen deshalb aktive Kultur als den notwendigen Kit unserer sich immer weiter ausdifferenzierenden Gesellschaft an.

Kulturelle Techniken und technische Medien erweitern die Möglichkeiten der Auseinandersetzung in der Gesellschaft und Erleichtern das Einbringen eines jeden. Die Aktivierung der verschiedenen Sinne und Potentiale des Menschen bringt Leidenschaften und intensive Auseinandersetzungen mit dem eigenen Selbst in Gang.

Beispielsweise erhalten Jugendliche durch Angebote der VILLA die gesellschaftliche Aufmerksamkeit und lernen neue Lebenswelten kennen; ältere Menschen stoßen auf Angebote, die sie in geborgener Atmosphäre ausprobieren können und finden neue Quellen des Wohlbefindens; Menschen mit körperlichen Einschränkungen sowie Menschen, die neu in Leipzig sind, treffen hier uns auf Gemeinschaften, knüpfen Kontakte und gestalten selbstbestimmte Interessengruppen.

Unser ideeller Hintergrund

Wir legen unserer Arbeit humanistische Werte zugrunde. Mit unseren Angeboten können Menschen ihre Bedürfnisse durch Kooperation und mit wechselseitiger Achtung erfüllen. Wir orientieren uns dabei an zwei grundlegenden Ansätzen:

Orientierung an den menschlichen Bedürfnissen

In der Weiterentwicklung humanistischer Werte sehen wir wie der bekannte chilenische Ökonom Manfred A. Max-Neef die Erfüllung der fundamentalen menschlichen Bedürfnisse als Triebfeder für die persönliche und damit auch die gesellschaftliche Entwicklung. Damit bezieht sich jede Entwicklung immer auf Personen und nicht auf materielle Dinge. Ein Indikator für das qualitative Wachstum der Personen ist deren Lebensqualität, die von den Möglichkeiten abhängt, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. Wir richten unsere Arbeit deshalb auf die Befriedigung der Grundbedürfnisse des Menschen aus, die Max-Neef so benannt hat:

  • Subsistenz / Selbständigkeit

  • Schutz

  • Zuwendung

  • Verständnis

  • Partizipation

  • Muße

  • Kreativität

  • Identität

  • Freiheit

Gewaltfreies und wertschätzendes Miteinander

In der gewaltfreien und wertschätzenden Kommunikation sehen wir eine geeignete Strategie, um Teilhabe und gesellschaftliche Aushandlungsprozesse lösungs- und prozessorientiert unter Berücksichtigung der Anliegen aller Beteiligten zu bewältigen. Respekt, Kooperation und friedliches Miteinander stärken die Kohäsionskraft unsere Gesellschaft und tragen dazu bei, dass wir auch bei knapper werdenden Ressourcen positive Wege und Strategien entwickeln, die einer Benachteiligung, Ausgrenzung und dem Nährboden für Aggression entgegen wirken. In der offenen Jugendarbeit setzen wir das Kommunikationsmodell des Konfliktmediators Marshall B. Rosenberg unmittelbar ein.